Frankfurter Studierende entscheiden sich für den Boykott

Datum der Veröffentlichung:Sonntag 13.5.2007

Auf der Vollversammlung zum Jahrestag der Protestbewegung an der Johann Wolfgang Goethe Universität nahmen über 1000 Studierende teil. Entscheidung für ein Quorum von 6000 TeilnehmerInnen am Boykott beschlossen.

  

Am heutigen Donnerstag, den 10.05.2007 fand ab 12:00 Uhr eine Vollversammlung der Studierenden der Johann Wolfgang Goethe Universität auf dem Campus Bockenheim statt.

Etwa 1000 Studierende nahmen daran teil. Unter großem Jubel wurden kämpferische Reden gehalten. Man werde den Protest nicht aufgeben, sondern alles daran setzen, das unsoziale und diskriminierende Studienbeitragsgesetz wieder abzuschaffen, hieß es.

"Die organisierte Zahlungsverweigerung ist ein geeignetes Mittel und logische Konsequenz aus den Protesten der letzten 12 Monate. Studiengebühren können sich nur dann etablieren, wenn sie akzeptiert werden - und deshalb kann es keine Gebühren geben, wenn die Studierenden sich weigern, sie zu zahlen", sagt Anja Muhr, Referentin für Hochschulpolitik des AStA.

Die Vollversammlung entschied mit großer Mehrheit dafür einen Studiengebührenboykott mit einer Mindestbeteiligung von 6000 Studierenden durchzuführen.

  

Der Demonstrationszug, der sich im Anschluss an die Vollversammlung bildete, wuchs auf dem Weg Richtung Innenstadt weiter an. Zwischenzeitlich wurden dabei das Foyer der Hessischen Landesbank und das Büro der IHK-Frankfurt besetzt. Mit diesen Aktionen sollte auf die führende Rolle beider Institutionen bei der Einführung von Studiengebühren bzw. Studienkrediten hingewiesen werden.

Nach einer längeren Verkehrsblockade an der Ecke Adickesallee/Eschersheimer Landstraße wurden die Studierenden von der Polizei zum Campus Bockenheim eskortiert, wo sich die Demonstration gegen 18 Uhr auflöste.

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