Demagogische Tricks der neuen Rechten enttarnen

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 20.12.2016

Das Studierendenparlament der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main hat am 15.12.2016 die folgende Resolution beschlossen:

Das Studierendenparlament verurteilt die Falschdarstellung der sog. Jungen Alternativen Frankfurt in einer Pressemitteilung. Dort wurde anhand von rechtspopulistischer Entgleisung versucht, einen Rassismus-Sensibilisierungsworkshop, der im Rahmen des Starken Startes stattfand, zu diskreditieren.
Die Studierendenschaft warnt vor den demagogischen Tricks in der Öffentlichkeit von populistischen Akteur*innen wie der AfD. Die Universitätsleitung wird aufgefordert, im Zusammenhang mit dem Erstarken rechter Tendenzen in der Gesellschaft eine professionellere Öffentlichkeits- und Pressearbeit zu leisten, damit populistische Vorstöße schnell und professionell dekonstruiert werden können.
Das Studierendenparlament begrüßt die Distanzierung der Universität von Fehldarstellungen in der Presse. So hat laut Aussagen der Präsidentin niemand behauptet, dass der Referent aufgund seiner eigenen Rassismus Erfahrungen befangen sei. Diese Argumentation wäre auch untragbar für eine sich als antirassistisch verstehende Universität. Das Studierendenparlament fordert die Universität auf, öffentlich für Antirassismus und gegen die Hetze der AfD und ihr angeschlossener Gruppen einzustehen. Das StuPa kritisiert darüber hinaus die beschriebene Distanzierung des Präsidiums und des Gleichstellungsbüros gegenüber dem Referenten des Workshops.

Der Vorfall zeigt, dass Sensibilisierungs- und Aufklärungsveranstaltungen zu strukturellem- und auch Alltagsrassismus an der Goethe Universität offensichtlich stark ausgebaut werden muss.
Darüber hinaus stellt das Studierendenparlament fest, dass entgegen von Presseberichten, es aktuell keine politische AfD-Hochschulgruppe an der Universität gibt und eine solche auch bisher zu keiner Wahl angetreten ist oder antritt.

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