Boykott, Verfassungsklage, Stiftungsuni - es ist viel los an der Universität Frankfurt

Datum der Veröffentlichung:Freitag 20.7.2007

Am 20.06.2007 fand eine weitere Vollversammlung mit über 500 Studierenden am Campus Bockenheim statt.

"Die Landesregierung bricht die Verfassung und droht - in sichtbarer Furcht vor dem Gelingen des Boykotts - mit Massenexmatrikulationen. Eine Landesregierung, die zu solch verzweifelten Mitteln greifen muss, ist das deutlichste Zeichen für den Erfolg unserer Arbeit.", erklärte der stellvertretende AStA-Vorsitzende Mirko Schmid, "Wir werden uns nicht bedrohen oder einschüchtern lassen."

Redebeiträge gab es unter anderem zum erfolgreichen Abschluss der Verfassungsklage. Mike Josef verkündete, dass es gelungen ist über 73.000 Unterschriften zu sammeln und dass diese am 22.06.07 in Wiesbaden überreicht werden. Des Weiteren gab es Redebeiträge vom AK Boykott, von Carmen Ludwig (GEW) und Eva Jochim (Rechtsanwältin) zum geplanten Gebührenboykott. Auch die Umwandlung der Universität Frankfurt in eine Stiftungsuniversität wurde thematisiert. Die Studierenden haben noch einmal ihre kritische Position deutlich gemacht und sich ganz klar gegen eine zunehmende Einflussnahme der Wirtschaft in Belange der Universität und die Inhalte von Forschung und Lehre ausgesprochen.

"Als der Protest gegen die Einführung von Studiengebühren vor über einem Jahr begann, hat man uns einen kurzen Atem prophezeit. Dies haben wir bereits jetzt widerlegt. Wir werden weiterhin auf allen Ebenen gegen Studiengebühren, gegen Privatisierung und gegen Kriminalisierung von berechtigten Protesten vorgehen", so Anja Muhr, Vorsitzende des AStA.

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