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Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 6.10.2010

Nach langen Verhandlungen einigten sich Bund und Länder auf eine moderate BAföG-Erhöhung von 2%. Der AStA der Uni Frankfurt kritisiert dies als nicht ausreichend.

Im Vermittlungsausschuss wurde am gestrigen Dienstag vor allem der Streitpunkt der Finanzierung der Erhöhung ausgeräumt. Zukünftig werden die Mehrkosten der rückwirkend zum 01. Oktober greifenden Anhebung zu 65% vom Bund, zu 35% von den Ländern getragen. "Die Studierenden wurden zum Spielball der Politik.", kommentiert Jonas Erkel, AStAVorsitzender, die Auseinandersetzungen. Eine Erhöhung wurde von allen Seiten begrüßt, doch "niemand wollte dafür die Verantwortung übernehmen". Als "unwürdig" bezeichnete denn auch der AStA-Vorsitzender Willy Witthaut die Entwicklung. "Hier wurden die Kompetenzstreitigkeiten zwischen Bund und Ländern auf dem Rücken der Studierenden ausgetragen". Darüber hinaus ist die beschlossene Erhöhung aber noch nicht ausreichend. Gerade in Städten wie Frankfurt müssen die Studierenden mit hohen Lebenserhaltungskosten kämpfen. Insbesondere der Wohnungsmarkt ist äußerst ungünstig, gerade bei zu wenig Wohnheimplätzen. Die BAföG-Erhöhung kann deshalb nur ein erster Schritt sein.

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