Bibliotheksinvestition ist faule Ausrede

Datum der Veröffentlichung:Freitag 9.3.2018

Der AStA der Goethe-Universität Frankfurt kann sich über den Kontext der Investitionszusage für die Universitätsbibliothek nicht freuen. Wissenschaftsminister Boris Rhein hatte verkündet, dass mit dem Erlös aus dem überteuerten Verkauf des ehemaligen Polizeipräsidiums, die neue Zentral-Bibliothek finanziert werden soll.

„Das sind faule Ausreden. Die Uni-Bibliothek hätte auch mit dem Erlös aus dem Verkauf an andere Bietende finanziert werden können, oder aus weiteren Mitteln, die bereits in der Debatte standen“ sagt AStA-Referent Felix Sauer. Das Land Hessen wolle damit nun den völlig überteuerten Verkauf des ehemaligen Polizeipräsidiums rechtfertigen.

Für besonders perfide hält der AStA die Pläne, mit einem Teil des Erlöses einen Liegenschaftsfonds zu gründen: „Aus dem Erlös einer Immobilienspekulation will das Land nun Grundstücke für günstigen Wohnraum kaufen, das ist absurd“, so Sauer. In öffentlicher Trägerschaft hätte im alten Polizeipräsidium bezahlbarer Wohnraum, auch für Studierende geschaffen werden können.

 

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