Beibehaltung der Judaistik ist ein richtiger Schritt - Vorgehensweise katastrophal!

Datum der Veröffentlichung:Freitag 15.7.2005

Wissenschaftsminister Udo Corts hatte heute erklärt, dass die Pläne zur Verlagerung der Judaistik nach Marburg zurückgenommen werden. Stattdessen wird in Frankfurt eine zusätzliche Juniorprofessur zur Erforschung der Geschichte des europäischen Judentums eingerichtet. Die Kehrtwendung erfolgte, nachdem der ursprüngliche Vorschlag des Wissenschaftsministers auf massive Kritik von Experten und Frankfurter Persönlichkeiten gestoßen war.

AStA-Vorsitzender Abel Schumann begrüßt die jetzt gefundene Lösung, kritisiert das Vorgehen des Wissenschaftsministeriums in den letzten Wochen jedoch heftig: „Zum wiederholten Mal wollte Corts über die Köpfe aller Betroffenen hinweg Umstrukturierungen vornehmen. Der Wissenschaftsminister plante anscheinend aufgrund bloßer Statistiken, ohne dass ihm die Situation vor Ort bekannt war. Wenn jetzt wieder zurückgerudert wird, zeigt sich deutlich, welch chaotischen Zustände in Wiesbaden herrschen müssen. Es ist schade, dass es enormen öffentlichen Drucks bedarf um eine sinnvolle Lösung zu finden.“

Unverständnis herrscht in der Studierendenvertretung besonders darüber, dass im Vorfeld nicht ein Gespräch mit Betroffenen geführt wurde. Stattdessen hätten auch die direkt Beteiligten von den Plänen erst aus der Zeitung erfahren. Schumann hierzu: „Es sollte über alle Köpfe hinweg entschieden werden. Dass der ursprüngliche Plan aus dem Wissenschaftsministerium jetzt als Diskussionsgrundlage dargestellt wird, ist geradezu lächerlich. Wieder einmal zeigt sich, dass Corts es nicht geschafft hat, sich in sein Fachgebiet einzuarbeiten“

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