Bahnhof nach Spontandemonstration abgeriegelt – Alle Gleise gesperrt

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 1.11.2006

Über 500 Studierende zogen nach der ersten Vollversammlung des Semesters über die Innenstadt zur Kennedyallee und blockierten für ca. eine halbe Stunde die Kreuzung Kennedy-/ Stresemannallee. Nach kurzem Zwischenstopp vor der Burschenschaft Arminia zogen die TeilnehmerInnen weiter Richtung Hauptbahnhof. Ca. 80 Personen gelang es bei der Straßenbahnstation vor dem Haupteingang in die B-Ebene zu gelangen bevor Sicherheitskräfte unter Einsatz von massiver Gewalt ein weiteres Betreten zu verhindern wussten. Zusätzlich wurde der Bahnhof hermetisch abgeriegelt und Fahrausweiskontrollen durchgeführt. Einige StudentInnen betraten danach mehrere Gleise woraufhin der gesamte Zugverkehr für eine dreiviertel Stunde völlig zum Erliegen kam.

"Es gab durch die kurze Blockade einiger Gleise einen Totalausfall des Frankfurter Hauptbahnhofs und damit enormen volkswirtschaftlichen Schaden. Allein die Polizeieinsätze im Zuge der Proteste dürften kostspieliger sein als eine ausreichende Finanzierung der Hochschulen. " meinte Amin Benaissa, Vorsitzender des AStAs der Uni Frankfurt. "Zu kritisieren ist das ständige Filmen aller Beteiligten seitens der Polizei. Dieses verstößt eindeutig gegen §§ 12a, 19a Versammlungsgesetz und wurde auch nach mehrmaligen Aufforderungen, sogar dem Einsatzleiter gegenüber, nicht eingestellt." Der AStA bewertete den Tag insgesamt als Erfolg. Die Studierenden haben ihren Willen entschlossen aber friedlich zum Ausdruck gebracht.

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