Autobahnblockade nach Senatsbeschluss

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 25.5.2006

Gestern fanden im Anschluss an die Senatssitzung der Universität Frankfurt wieder Spontandemonstrationen statt. Etwa 4000 Studierende zogen in die Innenstadt. Dabei kam es zeitweise zu einer Blockade des Kreisverkehrs an der Messe, der A648 sowie dem Zubringer der Autobahnen A 5 und A 66. Nach ungefähr einer Stunde versuchte die Polizei mit Nachdruck die weitgehend friedlich demonstrierenden Studierenden zurück zu drängen.

Der Allgemeine Studierendenausschuss der Universität Frankfurt (AStA) betonte erneut das Recht auf friedliche Protestaktionen. Amin Benaissa, Vorsitzender des AStAs, sagte dazu: "Solange das Projekt Studiengebühren auf dem Tisch bleibt, werden Studierende in ganz Deutschland für ihr Anliegen auf die Strasse gehen." Bedauerlicherweise hatte sich der Senat der Universität Frankfurt kein Beispiel an dem Verhalten der anderen elf Senate in Hessen genommen. Diese hatten sich klar gegen die Einführung von Studiengebühren ausgesprochen. An der Uni Frankfurt jedoch scheiterte die von studentischen SenatorInnen eingebrachte Resolution, die sich gegen jegliche Form von Studiengebühren ausspricht, knapp. Daraufhin wurde eine Resolution der ProfessorInnenschaft angenommen, die sich primär gegen den aktuellen hessischen Gesetzesentwurf, aber nicht gegen allgemeine Studiengebühren richtet. Die Studierendenschaft hingegen hatte eine klare Absage an Studiengebühren erwartet.

"Der Senat scheint vergessen zu haben, dass die Universität kein demokratiefreier Raum ist. Die Stimme der Studierenden muss gehört werden, alles andere ist undemokratisch", kommentierte abschließend Moon R. A. Matin, hochschulpolitischer Referent des AStAs, die heutigen Ereignisse.

Soziale Netzwerke