AStA-Vorsitzender ruft zum Widerstand gegen die Stiftungsuniversität auf

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 6.2.2007

„Dieses ganze Verfahren ist eine Farce, ganz große Politik. Hinter verschlossenen Türen und lange Zeit ohne den Senat zu informieren wurde alles für eine Umwandlung der Universität in eine Stiftung vorbereitet. Wir haben diesen Prozess lange genug kritisch-konstruktiv begleitet, nun wird es Zeit die Ablehnung aus vielen Teilen der Universität zu unterstreichen.“, sagte AStA-Vorsitzender Amin Benaissa. Er verwies dabei auf ablehnende Beschlüsse u.a. durch den AStA, das Studierendenparlament, die Fachschaftenkonferenz, den FBR 04 (Fachbereichsrat Pädagogik), aber auch der LAK (LandesAstenKonferenz) Hessen, der GEW Hessen sowie anderen.

„Dass sich noch lange nicht alle Gremien mit dieser Umwandlung befassen konnten liegt am völlig wahnsinnigen Zeitplan, doch das ist Methode. Durch den Zeitfaktor wird Druck auf alle Beteiligten ausgeübt und eine offene Diskussion verhindert.“, so Benaissa weiter. Am 14. Februar erhofft sich das Präsidium eine Art „Freifahrtsschein“ vom Senat zu erhalten. Besonders schwer stoßen dem AStA die Kommunikationspraktiken des Präsidiums auf. „Die Darstellung Steinbergs, es gäbe nur Chancen und keine Risiken, glaubt doch kein Mensch. Die völlig einseitige Darstellung des Präsidenten kann man leider nur noch als Propaganda bezeichnen. Gerade von Akademikern erwartet man, komplizierte Sachverhalte auch differenziert darzustellen.“, warf der AStA-Vorsitzende dem Präsidium vor.

„Wir fordern alle Beteiligten auf, sich gegen das intransparente und undemokratische Vorgehen des Präsidiums zu wehren.“, meinte Benaissa abschließend. Der Senat wird aufgefordert, erst eine breite und differenzierte inneruniversitäre Diskussion zu initiieren und am 14. Februar auf der entscheidenden Senatssitzung das gleiche zu tun wie damals bei der Studiengebührenfrage: Wegen zu wenigen Informationen einem Antrag auf Nichtbefassung zuzustimmen! Der Präsident erhält am 15. Februar um 18 Uhr das erste Mal Gelegenheit seine Pläne in einer kontroversen Debatte im Festsaal des Studierendenhauses zu erläutern.

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