AStA der Uni Frankfurt begrüßt Umbenennung des Grüneburgplatzes in Nobert-Wollheim- Platz

Datum der Veröffentlichung:Freitag 21.3.2014

Der AStA der Uni Frankfurt begrüßt die Entscheidung des Ortsbeirates 2 am 18.03.2014 zur Umbenennung des Grüneburgplatzes in Nobert-Wollheim-Platz. Seit dem Umzug der Uni Frankfurt auf das ehemalige Gelände des IG-Farben-Konzerns im Jahr 2001 gab es mehrere Versuche den Grüneburgplatz, der namensgebend für die Adresse der Uni Frankfurt am IG-Farben Campus ist, umzubenennen. Unter anderem hatte der Rat der Überlebenden des Konzentrationslagers Buna/Monowitz eine Resolution verabschiedet, in der die Stadt Frankfurt aufgefordert wurde den Grüneburgplatz in Norbert-Wollheim-Platz umzubenennen. Verhindert wurde die Platzumbenennung durch die damalige Oberbrügermeisterin Petra Roth. Auch der damalige Uni- Präsident Rudolf Steinberg und das Stadtvermessungsamt sprachen sich in ihrer Geschichtsvergessenheit gegen eine Umbenennung aus.

„Die Geschichte des IG-Farben Hauses ist unweigerlich verbunden mit den nationalsozialistischen Verbrechen. Das ist eine gute, jedoch viel zu späte Entscheidung, den Grüneburgplatz in Norbert- Wollheim-Platz umzubennen. Das Präsidium der Uni hätte sich schon lange selber für die Forderung des Rates der Überlebenden des Konzentrationslager Buna/Monowitz stark machen müssen. Auch Studierende haben, zum Beispiel mit der symbolischen Umbennung der Goethe Universität in Norbert Wollheim Universität, 2009, auf die Geschichte des IG-Farben Hauses hingewiesen.“, kommentiert Armin Bernsee, AstA-Referent für Hochschulpolitik.

„Dass jetzt auch außeruniversitär im Jahr des hundertjährigen Bestehen der Goethe Universität die kritische Aufarbeitung der Geschichte der Uni und ihrer Gebäude forciert wird, zeigt, dass das Präsidium die Geschichte des „schönsten Campus Europas“, wie ihn der Uni Präsident Müller- Esterl nennt, nicht auf Dauer verdrängen lässt.“ ergänzt Daniel Katzenmaier, Vorsitzender des Asta Uni Frankfurt. Hochschulpolitikreferent Arwin Mahdavi verweist zusätzlich darauf, „dass die Forderung der Überlebenden des Konzentrationslagers Buna/Monowitz, die Gedenktafel vor dem IG-Farben-Haus aufrecht hinzustellen, vom Uni-Präsidium immer noch verweigert wird. Auch hier kann das Präsidium nicht länger schweigen und muss aktiv werden.“

Dazu schließt Armin Bernsee mit der Forderung „Die Uni ist jetzt an der Reihe letzte Zweifel an dem Verfahren auszuräumen und sich nachdrücklich für eine Umbenennung gegenüber der Stadt stark zu machen“

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