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AStA öffnet das Studierendenhaus erneut für wohnungslose Studierende

Datum der Veröffentlichung:Sonntag 7.10.2012

Vom 08.- 14. Oktober findet zum zweiten Mal das Indoor-Camp des AStA der Uni Frankfurt unter dem Motto "Mieten? Ja, wat denn?" statt. In dieser Woche besteht für Studierende auf Wohnungssuche die Möglichkeit, kostenlos und unbürokratisch für ein paar Tage im Studierendenhaus zu wohnen, um dort einen Schlafplatz zu erhalten und die Wohnungs- und Seminarsuche so stressfrei wie möglich absolvieren zu können.

"Nachdem im letzten Jahr bereits 30 Studierende im Haus untergekommen sind, erwarten wir in diesem Jahr einen noch größeren Andrang," erklärt Anja Engelhorn, Sozialreferentin des AStA. "Dies zeigt, dass sich im letzten Jahr nichts an dieser unerträglichen Situation verändert hat."

Während der Woche wird es neben Schlafplätzen und Verpflegung der Studierenden ein breites Rahmenprogramm geben. Neben Barabenden und Cafébetrieb finden eine Vielzahl an Workshops, Filmvorführungen und Diskussionsveranstaltungen statt. "Damit wollen wir auch zeigen, dass es sich nicht nur um eine studentische Problematik handelt, sondern große Teile der Bevölkerung betroffen sind," erläutert Engelhorn.

Auch die Situation des Instituts für vergleichende Irrelevanz wird Thema der Woche sein. Dieses ist seit Monaten räumungsbedroht. "Die Situation des IvI's, dem aktuell durch Veranstaltungsverbote und eine Räumungsklage die politische Arbeit verunmöglicht werden soll, reiht sich ein in eine Stadtpolitik, die die legitimen Interessen marginalisierter Gruppen konsequent Verwertungsinteressen unterordnet," sagt Florian Muhs, Öffentlichkeitsreferent. "Der Erhalt des Instituts, das sowohl Raum für politische und kulturelle Veranstaltungen als auch Wohnraum bietet, ist absolut notwendig, um dieser Politik zumindest im Kleinen eine Alternative entgegenzusetzen."

Am 13. Oktober wird eine Demonstration unter dem Motto "Wir nehmen uns was wir brauchen - selbstorganisierte Zentren verteidigen - soziales Wohnen möglich machen" stattfinden. Der AStA unterstützt diese Demonstration.

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