AStA kritisiert Corts Pläne für Stiftungsuniversität

Datum der Veröffentlichung:Montag 26.3.2007

In dem Interview bezog Minister Udo Corts erstmals eine deutlich positive Stellung zur geplanten Umwandlung der Universität in eine Stiftung öffentlichen Rechts.

Die Stiftungsuniversität sei zwar ein unorthodoxer Weg, aber man müsse „in Deutschland endlich den Mut haben, auch unorthodoxe Wege zu gehen“ (FR-Interview vom 24.03.07). „Unorthodoxe Modelle müssen nicht immer die Besten sein, gerade sie bedürfen der eingehenden Prüfung – dies ist bislang jedoch noch nicht geschehen, da auf die Kritik der Studierenden gar nicht oder nur unzureichend eingegangen wurde“, so Stefan Wender, Referent für politische Bildung des AStA. Als Beispiel hierfür sehen die Studierendenvertreter die zukünftige Rolle der Verfassten Studierendenschaft, die im Gesetzesentwurf lediglich als Körperschaft öffentlichen Rechts erhalten bleibt. Über alle weiteren Einzelheiten (wie demokratische Beteiligung an inneruniversitären Entscheidungen) kann die Universität per eigener Satzung und Regelung entscheiden.

Zusätzlich bezweifelt der AStA weiterhin stark die geplante Einbringung von StifterInnen: „Es ist fraglich, ob die Nachfrage von StifterInnen wirklich so groß ist, wie sie herbeigeredet wird. In Deutschland gibt es keine Stiftungskultur wie zum Beispiel in den USA, die immer wieder als Vorbild herangezogen werden“, so Wender. „Und durch die neue Mitsprachemöglichkeit der Stifter, die ja im aktuellen Modell definitiv vorhanden ist, kann durchaus von Einzelinteressen Einfluss auf die Forschung genommen werden, auch wenn dem immer widersprochen wird.“ Dadurch gerät die unabhängige Forschung in Gefahr.

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