AStA ist entsetzt über die prekäre Lage des Ausbildungsmarktes

Datum der Veröffentlichung:Freitag 13.10.2006

Wie bekannt gegeben wurde hat sich die Lage am Ausbildungsmarkt in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr noch weiter verschärft. Nur 48% der 763 100 Bewerber bekamen auf Anhieb einen Ausbildungsplatz in Deutschland. Diese Lage wurde, wie auch schon die Gewerkschaften und die Bundesagentur für Arbeit erkannten, dieses Jahr auch weiter verschärft durch die drohende oder zum Teil auch schon geschehene Einführung von Studiengebühren in verschiedenen Bundesländern. Die Bewerberzahl von Jugendlichen ist vor allem in diesen Ländern gestiegen. Wir erkennen darin dass vor allem Jugendlichen mit Hochschulreife die aus Familien mit einem niedrigen Einkommen angehören, die Aufnahme eines Studiums verwehrt, so dass diese ebenfalls auf den Ausbildungsmarkt drängen. Dadurch wird das ohnehin schon viel zu knappe Angebot noch stärker umkämpft. Momentan kommen schon, zum Beispiel im Osten der Republik, ca. 3 Bewerber auf einen Ausbildungsplatz.

"Dies zeigt erneut das Studiengebühren nicht nur eine Auswirkung auf Studierende haben, sondern einen breiten negativen Effekt in allen Gesellschaftsbereichen haben werden. Wir fordern nun von Politik und der Wirtschaft, zum ersten mehr Ausbildungsplätze zu schaffen und zweitens die sofortige Rücknahme von Studiengebühren in allen Bundesländern, um somit zur Entspannung des Ausbildungsmarktes beizutragen.", erklärt Moon R. A. Matin, der hochschulpolitische Referent des AStA zur Situation.

Das Ziel des AStA ist es weiterhin die Ausbildung, gleich ob universitär oder betrieblich, von jeden jungen Menschen, ungeachtet seiner finanziellen Möglichkeiten, zu unterstützen und zu fördern.

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