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AStA fordert Erhalt des Studierendenwohnheims an der Bockenheimer Warte

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 19.4.2012

Das Studierendenwohnheim in der Bockenheimer Landstraße 135 mit Platz für 82 Studierende ist vom Abriss bedroht. Dies geht aus dem aktuellen "Konsensplan" hervor, wie der Projekthomepage zum geplanten "Kulturcampus" zu entnehmen ist. Sollte es dazu kommen, würde die eklatante Wohnraumnot in Frankfurt weiter verschärft. Dagegen spricht sich der AStA entschieden aus.

"Während die Mieten in Frankfurt ins Unermessliche steigen und gerade finanziell schwächer gestellte Menschen immer größere Probleme haben, bezahlbaren Wohnraum zu finden, arbeitet die Stadt daran, die Situation weiter zu verschlechtern." kommentiert Florian Muhs, Referent für Studienbedingungen. "Es muss eindringlich darauf hingewirkt werden, das Wohnheim bestehen zu lassen, um zumindest die bisherigen bezahlbaren Wohnungen für Studierende zu erhalten." Dabei wird sich die ausdrückliche Unterstützung des Studentenwerks und der Universitätsleitung erhofft, die nach vorangegangenen Gesprächen als gewiss gilt. Die gestern einstimmig beschlossene Resolution des universitären Senats schlägt in selbige Kerbe.

Der Kontakt zu den betroffenen Bewohner_innen ist aufgenommen, um gemeinsam in ihrem Sinne für den Erhalt einzutreten. Der so genannte "Konsensplan" ist Ausdruck einer verfehlten Politik, die einen Interessenausgleich nicht wirklich anstrebt, sondern Feigenblatt der Frankfurter Oberbürgermeisterin Roth und ihres Planungsdezernenten Cunitz ist. Schon die massive Kritik auf der dritten Planungswerkstatt fand keine Berücksichtigung. Der Schein der Partizipation soll wohl öffentliche Kritik klein halten. Die abschließende Planungswerkstatt zur Diskussion über den "Kulturcampus" wird am morgigen 20.04. stattfinden. "Die vorläufigen Ergebnisse zeigen, dass nicht ansatzweise von einem abgeschlossenen Diskussionsprozess gesprochen werden kann." meint David Malcharczyk, sozialpolitischer Referent des AStA. "Es droht vielmehr, dass sich diejenigen durchsetzen, die eine Aufwertungs- und Verdrängungspolitik befürworten. Die bisherigen Ergebnisse stehen im krassen Gegensatz zu den Ankündigungen aller Parteien, die Wohnraumproblematik Ernst zu nehmen."

Dem AStA ist insofern bei seiner Kritik keineswegs allein an den studentischen Bedürfnissen gelegen. "Der Abriss des Wohnheims ist ein großes Problem für viele Studierende. Doch die Wohnraumnot betrifft alle Menschen, die sich die Frankfurter Mieten nicht mehr oder kaum noch leisten können." erläutert Daniel Katzenmeier, ebenfall sozialpolitischer Referent. "Der Bau von Luxuswohnheimen, wie aktuell in der Adalbertstraße im Gange, ist mit Sicherheit keine Lösung."

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