AStA beunruhigt über steigende Abhängigkeit von Drittmitteln

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 20.9.2017

Laut Senatsbericht über die Zuwendungen privater Dritter an die Goethe-Universität Frankfurt ist der Anteil von Spenden für Stiftungsprofessuren zum Jahr 2016 um 20% angestiegen. Von 2.700.000€ im Jahr 2015 stieg sie auf 3.300.000€ im Jahr 2016.

Valentin Fuchs (Kommunikationsreferent), hält diese Entwicklung für beunruhigend: "Durch die befristete Finanzierung von sogenannten Stiftungsprofessuren kaufen sich Unternehmen Forschungsbereiche an der Universität, doch sobald die private Finanzierung nach 5 Jahren wegfällt, ist die Uni gezwungen, diese Professuren aus ihrem Grundbudget weiter betreiben. So werden durch die Hintertür öffentliche Mittel für Interessen der Privatwirtschaft verwendet."

Beispielhaft für diese unternehmerische Einflussnahme sei etwa die "Stiftungsprofessur für Versicherung und Regulierung" des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft oder die "EUREX Juniorprofessur für Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Derivate".

"Durch solche Stiftungsprofessuren, die thematisch eng an privatwirtschaftliche Inhalte gebunden sind, werden kritische, plurale und theoretische Wissenschaften an der Uni verdrängt", so Fuchs.
Diese Situation sei auch das Resultat der defizitären Grundfinanzierung von Bund und Ländern.

Der AStA hält Drittmittel-Konzepte wie das der Stiftungsprofessur für wissenschaftsfeindlich, und fordert die Aufstockung der öffentlichen Mittel für Hochschulen.

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