AStA bestürzt über Gerichtsurteil gegen drei Marburger Studierende

Datum der Veröffentlichung:Dienstag 28.8.2007

Mit Bestürzen hat der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt heute morgen das Urteil im Prozess gegen drei Marburger Studierende aufgenommen.

Drei Marburger Studierende wurden gestern Abend zu vier bis sechs Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung und 200 Sozialstunden verurteilt. Sie waren der Nötigung und Freiheitsberaubung angeklagt, weil sie sich am 11.05.2006 an einer Blokade der Stadtautobahn Marburg beteiligt hatten. Die Tatsache, dass sich die Studierenden kooperativ gezeigt und mit der Polizei verhandelt hatten, war ihnen nun zum Verhängnis geworden.

"Das der berechtigte Protest der Studierenden in den vergangenen Monaten immer wieder kriminalisiert wurde, haben wir zur genüge gesehen", sagt Anja Muhr vom AStA der JWG-Universität. "Dass nun drei Leute, die sich nach Aufforderung der Polizei gegenüber kooperativ gezeigt hatten, dafür verturteilt werden, ist eine Frechheit."

Die offensichtliche Schlampigkeit, mit der gearbeitet wurde, zeigt Verfahrens- und Formfehler auf. Auch läßt sich deutlich die Befangenheit des Richters erkennen.

"Wir sind entsetzt über dieses Urteil, zeigt sich doch ganz deutlich die politische Motivation dahinter", kommentiert Muhr. "Der frankfurter AStA erklärt sich auch weiterhin solidarisch mit den Betroffenen und unterstützt den berechtigten Protest der Studierenden", so Muhr abschließend.

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