AStA bedauert Entscheidung der rheinland-pfälzischen und saarländischen Landesregierungen, Studiengebühren einzuführen

Datum der Veröffentlichung:Mittwoch 12.7.2006

Mit Bedauern nimmt der AStA der Goethe-Universität Frankfurt die geplante Einführung von Studiengebühren im benachbarten Rheinland-Pfalz und im Saarland zur Kenntnis. Die dortigen Studiengebührenmodelle ähneln den hessischen Entwürfen, die komplett abgelehnt werden.

Am heutigen Mittwoch wurde in Saarbrücken die Einführung von Studiengebühren beschlossen. Ab Wintersemester 2007/2008 werden die Studierenden dort mit Gebühren belastet, die bei € 300,- anfangen und mit Eintritt in das dritte Semester dann € 500,- betragen. Auch hier soll es ein Kreditsystem und Stipendien zur Abfederung sozial benachteiligter Studierender geben. In Rheinland-Pfalz hingegen werden Studiengebühren für Studierende mit Erst-Wohnsitz außerhalb von Rheinland-Pfalz eingeführt. Dies soll gegen einen Strom von Studierenden wirken, die aufgrund von Studiengebühren in ihrem Bundesland einen Wechsel ihres Studienstandortes nach Rheinland-Pfalz verlegen.

„Es zeugt von grober Fahrlässigkeit, dieses sozial unverträgliche Gebührenmodell einzuführen und somit vom Prinzip „Bildung für alle“ abzugehen. Damit wird die soziale Selektion auch im Saarland weiter verschärft und Bildung wird nur mehr den Reichen ermöglicht“ so Moon R. A. Matin, Referent für Hochschulpolitik des AStA.

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