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Alle Präsidenten unterschreiben Hochschulpakt

Datum der Veröffentlichung:Freitag 18.6.2010

Am Dienstag, den 18.05.2010, haben alle Präsidenten der hessischen Hochschulen den umstrittenen Hochschulpakt unterschrieben. Der AStA kritisiert die darin beschlossenen Kürzungen und das Vorgehen der Landesregierung

Unter Protest wurde am Dienstagmorgen der Pakt unterzeichnet, der Kürzungen im Millionenbereich vorsieht. Allein an der Uni Frankfurt muss man von rund 9 Millionen weniger ausgehen. Damit werden die Anstrengungen der letzten Zeit Verbesserungen im Bildungsbereich zu erreichen konterkariert. Dies löste hessenweit eine Protestwelle aus, bei der mehr als 10000 Menschen in Wiesbaden demonstrierten und sich einige Präsidenten auch bis zuletzt verweigerten den Pakt zu unterzeichnen. Dass nun doch der Hochschulpakt verabschiedet wurde, ist nur aus dem Zwang und Druck von Seiten der Landesregierung zu erklären, die bei Nicht-Unterzeichnen noch weiterreichende Kürzungen androhte.

"Die Hochschulen sind nun zwar geschlossen aufgetreten, allerdings in die falsche Richtung. Man darf sich nicht erpressen lassen. Eine gemeinsame Verweigerung hätte den Druck auf die Regierung massiv erhöht.", kommentiert Jonas Erkel, AStA-Vorsitzender, die Geschehnisse.

Welche konkreten Folgen die Unterzeichnung des Paktes und die enthaltenden Kürzungen für die Hochschulen haben werden ist noch unklar. Fest steht nur, dass mit erheblichen Einschnitten zu rechnen ist. " In keinem Falle dürfen Sparmaßnahmen zu Lasten der Lehre gehen.", bewertet Willy Carlos Witthaut, AStA-Vorsitzender, die Situation. In Frankfurt wurde schon angekündigt die Rücklagen der Universität anzugreifen. "Diese decken allerdings nicht die ganzen Ausfälle. Wie der Rest aufgefangen werden kann, ist ungewiss."

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