Aktionswoche gegen Wohnungsnot: Demonstration am Römer

Datum der Veröffentlichung:Donnerstag 7.11.2013

Asta der Uni Frankfurt ruft zur Demo für mehr studentischen Wohnraum auf

Anlässlich der bundesweiten Aktionswoche gegen Wohnungsnot ruft der Allgemeine Studierendenausschuss (Asta) der Goethe-Universität Frankfurt die Studierendenschaft zu einer Demonstration am Freitag (8. November) um 15.00 Uhr vor dem Frankfurt Römer auf.

Dazu erklärt Giorgio Nasseh, Vorsitzender des Astas: „Das Semester hat bereits begonnen und wir schätzen, dass mehr 1500 Studierende noch auf Wohnungssuche sind. Die Wohnungssituation für Studierende in Frankfurt ist katastrophal. Es fehlt an Studierendenwohnheimen und bezahlbaren Wohnungen unter 350 Euro im Stadtbereich. Viele Studierende müssen mehr als 2 Stunden anreisen. Dieser Zustand ist für eine Universitätsstadt Frankfurt untragbar und entleert die Innenstadt zunehmend von Studierenden.“

Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen in Berlin wird Nasseh konkret: „Statt der Berliner Mogelpackung Mitpreisbremse, fordern wir eine Mitpreissperre, damit es keine steigenden Mieten mehr gibt. Der Bund muss ein neues Investitionsprogramm stricken, damit Studierende wieder in den Innenstädten leben können. Alleine in Frankfurt fehlen 5000 Studierendenwohnheimsplätze, um auf den Bundesdurchschnitt von 11 Prozent zu kommen. Der Bund muss endlich Gelder in die Hand nehmen. Eine große Koalition, die dort nicht handelt, gefährdet den Zusammenhalt unserer Städte. Warme Worte aus Berlin führen noch nicht zu warmen Wohnungen für die Studierenden!“

Daniel Katzenmaier, Asta-Referent für Infrastruktur, betont zur Frankfurter Situation: „Hier in Frankfurt fordern wir mehr bezahlbaren Wohnraum durch die Umwandlung von leer stehendem Büroraum. Laut Analyse der IHK stehen mehr als 71000 m2 Büroraum leer. Das ist eine Größe von 10 Fußballfeldern. Damit könnten mehr als 1000 neue Studierendenwohnungen entstehen. Die Politik muss bereit sein, alle Möglichkeiten zur Lösung der Wohnungsnot zu prüfen. In Frankfurt müssen wir den leer stehenden Büroraum nutzen!“ 

 

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